
Viele Kommunen haben bereits Notfallpläne erstellt und gemeinsam mit ihrem Personal und ihren Feuerwehren geübt. Diese Erfahrungen sollen nun gebündelt werden, um ein strategisches Konzept für ein modernes Krisenmanagement im Landkreis zu entwickeln.
Ein zentrales Element des Projekts sind multifunktionale Standorte, Leuchttürme des Bevölkerungsschutzes mit wichtigen Aufgaben im Krisenfall, unter anderem:
• Information der Bevölkerung über die aktuelle Lage
• Anlaufstelle bei Strom- oder Kommunikationsausfällen
• Unterstützung der Koordination von Behörden und Einsatzkräften
So bleibt die Region auch dann handlungsfähig, wenn Strukturen zeitweise eingeschränkt sind.
Welche Voraussetzungen, Ausstattung und Strukturen diese Leuchttürme benötigen, erarbeitet der Landkreis gemeinsam mit fünf Kommunen. Ziel ist es, praxistaugliche Lösungen zu entwickeln, die später auch in anderen Orten umgesetzt werden können. Beteiligt sind Grimma, Borsdorf, Bad Lausick, Groitzsch und Elstertrebnitz.

Zudem ist ein Unternehmenskataster für Krisenfälle geplant. Betriebe können dort angeben, mit welcher Technik, Material oder Fachwissen sie im Ernstfall unterstützen können. Gleichzeitig werden wichtige Bedarfe der Unternehmen – etwa Treibstoff für kritische Infrastruktur – erfasst. Das stärkt die Zusammenarbeit und verkürzt Reaktionszeiten.
Das Projekt BLInK ist auf drei Jahre angelegt und startet mit einer Bestandsaufnahme. Am Ende stehen Empfehlungen für
• den Aufbau der Leuchtturm-Infrastrukturen
• das Unternehmenskataster
• die Krisenkommunikation mit der Bevölkerung
• Schulungen und Übungen.
• mehr Sicherheit durch bessere Vorbereitung
• schnellere Hilfe durch klare Abläufe
• verlässliche Informationen auch in Ausnahmesituationen
Landkreis, Kommunen, Unternehmen und Bevölkerung sollen künftig noch enger zusammenarbeiten – für eine Region, die auch in schwierigen Zeiten handlungsfähig bleibt.
Deutschland gehört zu den sichersten Ländern der Welt. Trotzdem können Krisen auch unseren Alltag kurzfristig stark verändern, etwa durch Extremwetter, technische Störungen oder Angriffe auf Infrastruktur. Die Broschüre des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zeigt, wie Sie sich und Ihre Familie auf Krisensituationen vorbereiten können.
• Sie wissen im Ernstfall, was zu tun ist.
• Sie können sich eine Zeit lang selbst versorgen.
Empfohlen wird, dass Haushalte sich bis zu zehn Tage selbst versorgen können – mit Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten und Hygieneartikeln. Auch ein Vorrat für drei Tage ist bereits eine große Hilfe. Dies lässt sich meist einfach über die Vorratshaltung im Alltag umsetzen.
Hier kann das Heft heruntergeladen oder auch bestellt werden: www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Ratgeber-Checkliste/ratgeber-checkliste_node.html
Der Landkreis wird das Thema Krisenvorsorge künftig regelmäßig im Landkreis Leipzig Journal aufgreifen.
LRA Landkreis Leipzig
