
Den Dank dafür und an die Niederlassung Leipzig der Firma Wego Systembaustoffe GmbH für den An- und Abtransport des Bodens bringt das Team so zum Ausdruck: „Ein riesengroßes Dankeschön geht an all die vielen Helfer, die diesen Spieltag möglich gemacht haben!!! Die Halle war voll, die Stimmung, wie immer, fantastisch. Bereits am Freitag begann der Aufbau des Bundesligabodens und ganz ehrlich - so schnell wie gestern, war die Halle noch nie aufgeräumt und das trotz des großen Mehraufwandes. Danke unseren Ballmädels, die im Null Komma nichts die Werbebanden und die Familienecke aufgeräumt haben, Danke an unsere besten Fans, Freunde, Partner und Unterstützer fürs Klebeband entfernen, Matten rollen und tragen. Danke, dass wir das alles hier mit euch erleben dürfen.“ Genau so ist es.
Nun aber zum Sport. Nach dem Vorspiel unserer Damen 2 in der Regionalliga Ost, das sie gegen den Tabellenvorletzten SV Motor Mickten, auch auf dem Erstliga-Hallenboden, mit 3:0 gewannen und so die Tabellenführung verteidigten, gingen unsere Damen 1 an den Start. Ein deutlicher Rückstand in der Tabelle und die Hinspielniederlage waren zwar keine besonders guten Vorzeichen, aber der in Köln mit 25:21 gewonnene zweite Satz machte ebenso Mut wie die wieder gut gefüllte und gewohnt stimmungsvolle Halle. Und : fast immer, wenn die Zweite das Vorspiel gewonnen hat, war auch die Erste erfolgreich. Also ging das Team auf Sieg oder wenigstens Punktgewinn eingestellt in das Spiel, zu dem auch Trainer Tim Reichenbach einigermaßen optimistisch meinte: „… Im Hinspiel konnten wir bereits gut mithalten und gegen das ligaerfahrene Team einen Satz gewinnen und einen insgesamt guten Auftritt zeigen. Für das Rückspiel wollen wir mehr, und nach Waldgirmes erneut gegen eins der oberen Teams der Liga punkten.“ Man durfte also gespannt sein.

Satz 2 startete ausgeglichen und so blieb das auch bis zum 12:12. Dann hatten die Gäste erstmal die besseren Lösungen im Spiel, aber bei 18:18 waren unsere Mädels wieder ran. Doch dann setzten sich die Kölnerinnen wieder ab, aber erneut kamen unsere Volleys zurück, schafften mit enormem Kampfgeist den Ausgleich zum 24:24. Eine Kölner Auszeit brachte nicht den sogen. „Trainerpunkt“, sondern Satzball für uns. Was für eine Spannung ! Leider aber führten ein Angriff unsererseits ins Aus zum Ausgleich und zwei Powerblöcke der Kölnerinnen zu deren sehr glücklichem 27:25-Satzgewinn.
Nach Satz 2 gab es wieder eine zehnminütige Pause , in der eine Performance der Level Up Tanzgruppe zu sehen war. Leider hatten die Kölnerinnen die lange Pause offenbar besser „verkraftet“, denn sie gingen gleich mal 4:1 in Führung, und hielten diese Führung dann auch bis zum Satzende. Unsere Mädels mühten sich, kämpften wie in den Sätzen zuvor, aber auf mehr als zwei Punkte kamen sie nicht heran, zu solide, zu fehlerarm agierten die Gäste. Und so gingen der Satz mit 19:25 und das Spiel mit einer 0:3-Niederlage zu Ende, die in dieser Klarheit den Spielverlauf nicht wirklich widerspiegelt. Trotz allem zumeist sehr guten, abgeklärte(re)n Spiel der Kölnerinnen – einen Satzgewinn hätten unsere Mädels verdient. Vom Publikum gefeiert wurden sie – zurecht – auch ungeachtet der Niederlage.
Die abschließende MVP-Ehrung war diesmal irgendwie besonders, denn beiden MVP’s (unsere silberne war Kapitänin Thora Bauer) wurden von den Markkleeberger Stadtoberen Oberbürgermeister Karsten Schütze und Bürgermeister Olaf Schlegel, beide übrigens ja auch NVM-Förderkreismitglieder, statt der üblichen Medaille den Faschingsorden 2026 des MCC „verliehen“. Sicher eine Rarität in der Kölner Karnevalshochburg.
Der Tabellenstand im letzten Drittel hatte sich an diesem Wochenende nur unwesentlich verändert, denn Hörde und Berlin hatten 0:3 und Düsseldorf 2:3 verloren. Düsseldorf hat damit einen Punkt hinzugewonnen, Dingolfing war spielfrei.
Wie immer hier noch das Trainerfazit von Tim Reichenbach: „Es ist ein Wechselbad der Gefühle, was mir als Trainer nach dem Spiel gegen Köln so durch den Kopf geht. Direkt nach dem Spiel war die Enttäuschung doch sehr groß, weil erneut ein Satz- oder gar Punktgewinn greifbar schien. Sowohl in Satz eins als auch in Satz zwei zeigten wir eine wirklich gute Leistung und tollen Volleyball mit super Ballwechseln, gingen zeitweise sogar in Führung, verlieren den roten Faden aber am Ende und gehen somit auch in diesem Spiel leer aus. Mit etwas mehr Abstand muss man das ganze aber so nicht betrachten, schließlich ist Köln eines der Top 6 Teams der Liga mit entsprechender Erfahrung seiner Spielerinnen. Ich denke, jeder der das Spiel gesehen hat, wird bestätigen, dass sich unser junges Team vor allem in den Sätzen 1 und 2 wirklich mutig und spielerisch mit guten Qualitäten verkauft hat. Der Fortschritt, gerade zur Vorwoche und dem Planegg-Spiel, war deutlich sichtbar und zeigt die Entwicklung, die die Mannschaft von einer Trainingswoche zur anderen nehmen kann. Oft sind es eben leider die erfahrenen Spieler und Teams, die über die Länge der Spielzeit eine Entscheidung herbeiführen können. Das ist, was uns derzeit fehlt und nur mit der Zeit und nötigen Erfahrung kommen wird.“

Im Hinspiel hatten wir die „Dingos“ mit 3:1 besiegt, aber zuletzt hatten sie mit dem 3:1-Heimsieg gegen Leverkusen aufhorchen lassen. Unsere Mädels waren also gewarnt, aber eben auch gefordert, möglichst drei Punkte mit nach Hause zu bringen, um den Nichtabstiegstabellenplatz 12 zu verteidigen.
Trainer Tim Reichenbach meinte vor dem Spiel, dass „… für die Teams im Tabellenkeller jetzt jedes Wochenende zählt. Vielleicht ist auch das ein Grund, warum die Dingolfinger Ihr Spiel gegen uns statt im BWM - Park nun doch in heimischer Halle stattfinden lassen. Sportlich erwartet uns ein sehr ähnlicher Gegner, sowohl von den spielerischen Anlagen als auch von den Ergebnissen her. Dingolfing zeichnet sich vor allem durch eine kämpferische Feldabwehr und aus, die es uns bereits im Heimspiel schwer gemacht hat, den Ball auf den Boden zu bringen. Die Herausforderung wird also sein, im eigenen Aufschlag- und Angriffsspiel gleichermaßen druckvoll und fehlerarm zu agieren.“
Zur Tabellengesamtsituation sagte er relativierend: „So gut, wie ein Sieg in Dingolfing tun würde, ist es aus meiner Sicht noch lange kein "Do or Die"-Spiel. Schließlich hat Dingolfing nicht nur ein Spiel mehr, sondern auch das schwerere Restprogramm mit Gegnern wie Straubing, Planegg, Köln oder Vilsbiburg, gegen die wir bereits unsere Rückspiele bestritten haben. Entscheidend wird sein, aus den kommenden acht Spielen und möglichen 24 Punkten mindestens 6, besser 8 Punkte nach Markkleeberg zu holen.“.
Die vom Trainer benannte Aufgabe, „… im eigenen Aufschlag- und Angriffsspiel gleichermaßen druckvoll und fehlerarm zu agieren“, wurde von unserem Team recht gut umgesetzt. Hinzu kam nach meiner Wahrnehmung im Stream eine ordentliche Blockquote. Ergebnis war, dass es zwar insgesamt das erwartete Spiel auf Augenhöhe wurde, unsere Volleys aber zumeist die besseren Lösungen fanden, auch wenn’s mal eng wurde. Und eng wurde es hin und wieder schon, denn nicht alles gelang wie gewünscht. Und die Gastgeberinnen kämpften natürlich wie unsere Mädels um jeden Ball, wollten die Revanche für die Hinspielniederlage und wollten die Punkte im von den Stream-Kommentatoren als „Kellerduell“ bezeichneten „Sechs-Punkte-Spiel“. Umso wichtiger, umso schöner, dass letztlich ein recht deutlicher, verdienter 3:0-Sieg gelang, der unseren Punktabstand zu den Dingos nennenswert vergrößerte und die Situation im letzten Tabellendrittel für uns stark verbesserte.
Wie aber kam dieser Sieg in der mit 162 Zuschauern (darunter dann doch einige „familiäre“ NVM-Fans aus der Nähe) gefüllten stimmungsvollen Halle zu Stande?
Der Satz 1 war insgesamt recht ausgeglichen. Unsere Mädels gingen zunächst knapp und ab dem 5:5-Ausgleich deutlicher in Führung. Das zwang den Trainer der Dingos zu zwei frühen Auszeiten, in der zweiten bei 8:12 fand er offenbar die richtigen Worte, denn die Gastgeberinnen wurden stabiler und schafften bei 16:16 den Ausgleich. Nun nahm Tim Reichenbach seine erste Auszeit, die allerdings nicht gleich Erfolg hatte, denn den Gastgeberinnen gelang sogar noch die 19:18-Führung. Aber in der Crunchtime, die bisher nicht immer ihre Stärke war, setzten sich unsere Mädels ab dem 19:19-Ausgleich diesmal durch und gewannen den Satz mit 25:20.
Auch Satz 2 hatte einen zunächst „durchwachsenen“ Verlauf, erst eine Aufschlagserie von Emily vom 4:6 zum 8:6 brachte unsere Mädels in Führung. Die hielt zwar erstmal nur kurz, wurde aber nach dem 10:10-Ausgleich zurückgeholt und dann dank einer weiteren Aufschlagserie, diesmal von Pauline, auf sieben Punkte ausgebaut. Bei 24:15 hatten unsere Mädels dann Satzball, wollten es aber wohl nochmal etwas spannend machen. Doch die Auszeit von Tim Reichenbach nach dem fünften vergebenen Satzball bei 19:24 brachte den „Trainerpunkt“ und damit den Satzgewinn, gleichbedeutend mit schon mal einem gewonnenen Punkt. Doch es sollten natürlich mehr Punkte werden, und der bisherige Gesamteindruck ließ das auch möglich erscheinen.
In Satz 3 sah es anfangs auch klar danach aus, denn unsere Mädels gingen schnell in Führung. Doch die Gastgeberinnen wurden von ihrem Trainer in der frühen Auszeit bei 3:7 nochmal „wachgerüttelt“, schafften bei 9:9 den Ausgleich und gingen sogar mit zwei Punkten in Führung. Aber unsere Mädels konnten kontern und gingen ab dem 14:14-Ausgleich ihrerseits in Führung, und die gaben sie bis zum Ende nicht mehr ab. Eine Aufschlagserie von Tabea, ein Aufschlagfehler der Dingos zu unserem Satzball und ein Monsterblock brachten unseren Mädels den 25:17-Satz- und 3:0-Spielgewinn.
Da war er, der (wie auch die Stream-Kommentatoren anerkannten) verdiente von mir in der letzten Unterstützerinformation als „wichtiger Befreiungsschlag mit Blick auf das schwere Saisonrestprogramm“ erwünschte Sieg mit drei Punkten. Glückwunsch dem Team und der goldenen MVP Emily Langguth (schon zum zweiten Mal Gold) !
Mir hat das Zuschauen am Stream auf jeden Fall richtig Spaß gemacht, ich hätte gern auch mehr als nur die insgesamt 71 Spielminuten zugeschaut. Und ich meine, dass, wer sich an den 3:1-Heimsieg gegen die Dingos erinnert, mir vielleicht zustimmen wird, wenn ich zwischen den beiden Spielen einen spürbaren Qualitätsgewinn in unserem Team sehe. Hoffen wir, dass der sich weiter fortsetzt.
Das wünscht sich auch Trainer Tim Reichenbach, der sich zum Spiel wie folgt äußerte : „Was für ein Befreiungsschlag ! Der Sieg gegen Dingolfing ist nicht nur mit Blick auf die Tabelle ein wichtiger gewesen, sondern er ist vor allem für die Mentalität der Mannschaft für die kommenden Wochen ganz entscheidend. Inhaltlich, glaube ich, hatten wir schon bessere Spiele, in denen wir, vor allem im Angriffsspiel und in der Annahme noch mehr gezeigt haben, was in uns steckt, aber an diesem Wochenende zählt vor allem das Ergebnis. Nach einer erneut guten Trainingswoche haben wir es vor allem geschafft die Dingolfinger Annahme unter Druck zu setzen und dann in Block und Feldabwehr Kontrolle über das Spiel zu bekommen. Ich hoffe wir können diese positive Energie mit in die nächsten Trainingswochen nehmen.“
Die Mädels traten die Heimreise sichtlich zufrieden mit dem Kommentar an : „Wichtiger Sieg in Dingolfing! Wir können 3 Punkte aus Bayern mitnehmen und bauen den Abstand zum Abstiegsplatz ein wenig aus.“
So ist es, gern weiter so, was die Punkte angeht, denn nach einem spielfreien Wochenende geht es mit dem erneut wichtigen Doppel-Heimspieltag am Samstag (7. März 2026, 18.00 Uhr) gegen den TV Hörde und am Frauen(sonn)tag (8. März 2026 15.00 Uhr) gegen den VCO Dresden weiter. Wenn Trainer Tim Reichenbach recht hat, brauchen wir aus den ausstehenden sieben Spielen (nur) noch fünf Punkte. Und die bestenfalls gleich an diesem Wochenende. Gegen den „selbstgewählten Absteiger“ TV Hörde hatten unsere Mädels das Auswärtsspiel mit 3:2 gewonnen, mindestens das soll daheim wiederholt werden. Gegen die Dresdnerinnen steht Revanche für die knappe 1:3-Auswärtsniederlage an.
Also, liebe Markkleeberger Volleyballinteressierte: Kommt, möglichst an beiden Tagen, unbedingt in die Neuseenlandhalle, bringt Familie, Freunde, Nachbarn mit, damit wir gemeinsam helfen können, maximal Punkte zu holen, um möglichst frühzeitig den Verbleib unserer Neuseenland-Volleys in der Liga zu sichern!
Und: auch wenn es noch lange hin ist bis zum 15. März 2026: Da machen wir uns doch alle auf nach Grimma zur Derby-Revanche 15.00 Uhr in der Muldentalhalle ! Also, auch diesen Termin schon dick im Kalender anstreichen. Mehr dazu folgt.
Rainer Leipnitz