Markkleeberger Stadtjournal

Freudbetonte Fanfahrt nach Hessen

Mit dem Klassenerhalt und einer munteren Fanbegleitung „im Gepäck“ fuhren die Neuseenland-Volleys Markkleeberg am ersten Wochenende des Wonnemonats Mai zu ihrem letzten Saisonspiel in der Sparda 2. Liga pro 2025/26 nach Waldgirmes. Gegen den Mitaufsteiger TV 05 Waldgirmes haben wir inzwischen schon so manches Spiel in der 2. Liga Süd, der Sparda 2. Liga und im Pokal bestritten. In dieser Saison war es das dritte. Während das Pokalspiel um den Einzug ins Achtelfinale auswärts im Oktober 2025 nach gewonnenem 1. Satz doch noch relativ deutlich mit 1:3 verloren ging, wurde das Liga-Heimspiel zu Jahresbeginn 2026 mit 3:2 gewonnen. Damals war und aktuell ist Waldgirmes Achter der Liga mit derzeit 18 Punkten mehr als unsere Mädels auf dem Konto. Nach zuletzt vier Niederlagen in Folge gewannen die Hessinnen zuletzt aber in Köln 3:0, sind also wohl wieder „in der Spur“. Also auch zu Saisonschluss kein wirklich leichtes Spiel. Aber vielleicht gelingt es ja ohne den Stress, Punkte holen zu müssen, noch den einen oder anderen Punkt auf’s Markkleeberger Konto zu buchen.

Ein mit Team und 18 Fans sehr gut gefüllter Bus setzte sich mittags in Markkleeberg in Bewegung und in Waldgirmes die Tradition fort, dass hier Markkleeberg-Stimmung aufkommt. Der Hallensprecher mahnte sogar, leiser zu sein, was durchaus als Wertschätzung für unsere Fanleistung gelten darf!

In Satz 1 beflügelte das unsere Mädels dann auch enorm und/oder verunsicherte es die Gastgeberinnen, denn der wurde nach zwischenzeitlicher klarer Führung dann knapp mit 26:24 gewonnen. Und die Fanunterstützung wurde auch nicht geringer, als es ab Satz 2 bei unserem Team nicht mehr so rund lief, auch weil sich die Waldgirmeser Mädels vor allem in Angriff und Feldabwehr steigerten. Es gab in den leider verlorenen Sätzen 2 bis 4 zwar viele tolle Ballwechsel, aber die besseren Lösungen hatten eben oft die Gastgeberinnen. Auf Einzelheiten zu den Satzverläufen verzichte ich heute aber, denn erstens war es das letzte Spiel für längere Zeit, so dass man die Analyse vergessen wird, und zweitens war das Ergebnis letztlich egal. Letzteres übrigens auch, weil Dingolfing daheim zeitgleich gegen Köln 1:3 verlor und wir so den drei-Punkte-Vorsprung zu ihnen behielten. Und vor allem, weil nach dem Spiel das Team völlig unabhängig vom Spielergebnis unter nicht enden wollendem Applaus von den 18 Markkleeberger Fans gefeiert wurde.

Unsere silberne MVP wurde diesmal Franziska Nitsche, damit gewann sie insgesamt sieben Mal, davon zwei Mal Gold. Das ist Platz 29 unter den mehr als 200 Spielerinnen der Liga. Noch ein Stückchen besser war übrigens Emily Langguth mit Platz 21 (dreimal Gold, dreimal Silber). Glückwunsch den beiden, aber auch den anderen, die eine MVP-Medaille gewonnen haben.

Nächtliche Kurznachlese von Förderkreisler David Freiberg: „Gegen 2:20 Uhr waren wir wieder in Markkleeberg angekommen. Das Team bedankte sich heute bei den Fans, indem sie sich um die Verpflegung kümmerten und jeder von ihnen etwas mitbrachte. Von Nudelsalat, Brot, Aufstrich und Kuchen war alles dabei. Das gab es dann als Buffet auf der Rückreise. Ansonsten kann man sagen, dass wir uns in Waldgirmes wieder gut verkauft haben. Es war ein ansehnliches Spiel und ich denke. in der Halle haben wir gut Stimmung gemacht.“ Recht hat er damit, zumindest nach meiner Wahrnehmung am Stream.

Die Abschlusstabelle der Sparda 2. Liga Pro 2025/26 zeigt uns nochmal schwarz auf weiß: Das Saisonziel Klassenerhalt (nach drei Aufstiegen in vier Jahren) wurde geschafft! Nochmal herzlichen Glückwunsch dazu allen!

Der TV Dingolfing steigt nun gemeinsam mit Hörde und Berlin ab. Über die beiden Aufsteiger Emlichheim und Lohhof hatte ich schon berichtet. Zusammen mit den 11 Teams von Platz 2 bis 12 ergeben sie das Teilnehmerfeld der Saison 2026/27 der Sparda 2. Liga Pro. Freuen wir uns schon mal drauf, auch wenn es noch eine ganze Weile hin ist …

Nun, wo die Saison Geschichte ist, liefere ich gern ein wenig, zumindest aus meiner Sicht interessante, Statistik. Zu unseren 14 Heimspielen kamen im Schnitt 258 Zuschauer in die Neuseenlandhalle Markkleeberg, damit liegen wir in der Zuschauertabelle der Liga auf Platz 8, lassen auf unserem Liganiveau Großstadtvereine wie die in Köln, Düsseldorf und Dresden, hinter uns. Insgesamt haben 3.606 Fans die 14 Heimspiele besucht, alle unsere 28 Spiele haben insgesamt 7.102 Menschen in den Hallen erlebt. Unser so nur in wenigen Hallen der Liga überhaupt vorhandene VIP-Bereich war bei jedem Heimspiel gut gefüllt und wurde von den Unterstützern rege zum Austausch genutzt, während sich die Kinder oder Enkel derweil in der nur in Markkleeberg vorhandenen Familien-/Spielecke tummeln konnten.

Auch die bundesweiten Streamings unserer Spiele bei DYN (YouTube) wurden gut angenommen, bei unseren 28 Spielen saßen im Schnitt 1.433 Zuschauer/Spiel an TV oder Computer, bei den14 Heimspielen waren es im Schnitt 1.337. Alles in allem erlebten also bei den Heimspielen 1.595 Menschen in der Halle und an den Bildschirmen unse-re Neuseenland-Volleys Markkleeberg und sahen die Werbung der Sponsoren, was eine recht gute Wahrnehmbarkeit und damit für die Sponsoren durchaus ein gutes Stück weit werthaltig ist, wie ich meine. Dass zudem bei den Auswärtsspielen unserer Mädels im Schnitt 250 Zuschauer in der Halle und 1.529 Menschen am Stream waren, also im Schnitt 1.779 Menschen je Auswärtsspiel Markkleeberger Volleyball(erinnen) erlebten, zeugt auch davon, dass Team und Verein und nicht zuletzt unsere Stadt und Region bundesweit durch uns bekannt gemacht werden. Und alle in der Liga wissen, dass man in ihr nur bestehen kann, wenn man daheim breite Unterstützung erfährt, was auch ein wichtiges Signal ist.

Am Ende soll heute die Nachricht stehen, dass die 1. Damenmannschaft der LE Volleys mitsamt ihrem Spielrecht für die 3. Liga Ost zu den Neuseenland-Volleys Markkleeberg wechselt. Einzelheiten enthält eine Pressemitteilung. Thomas Esser ergänzte für den VCN-Vorstand: „… Für uns ergibt sich daraus die Chance, unser sportliches Angebot insgesamt zu erweitern – insbesondere durch die Möglichkeit, künftig auch Spielbetrieb in der 3. Liga abzubilden. Wichtig ist uns dabei: An der grundsätzlichen Ausrichtung und Unterstützung unserer bestehenden Teams, im Damen- wie im Herrenbereich, ändert sich nichts. Wir sehen das als Ergänzung und Entwicklung für den gesamten Verein. In diesem Sinne wünsche ich allen ein sonniges Mai-Wochenende.“

Mit dieser für die Entwicklung des Volleyballsports in unserer Stadt und Region sicher bedeutungsvollen Information und dem Hinweis, dass man in der Hermann-Landmann-Straße 8 neuerdings Fenster mit Werbung der Neuseenland-Volleys Markkleeberg sehen kann, hinter denen sich die neue Geschäftsstelle des Vereins befindet, beende ich nun meine Berichterstattung für heute und für diese Saison.

Es folgen nun vier Monate ohne Bundesligavolleyball in der Neuseenlandhalle. Aber ich werde mich sicher zwischendrin mal melden, wann immer es etwas zu berichten gibt und Platz dafür im MSJ da ist. Bis dahin sage ich, schon voller Vorfreude auf die kommende Saison, mit deren Vorbereitung wir schon längst befasst sind, erstmal tschüs, lasse mir die Tage hoffentlich problemlos ein neues Knie verpassen und wünsche allen Lesern schon mal eine tolle Urlaubszeit.

Rainer Leipnitz, Fotos: bw

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