Letztes Heimspiel der Neuseenland-Volleys Markkleeberg
Wahnsinn – das Saisonziel Klassenerhalt vorzeitig geschafft!
Zu ihrem letzten Heimspiel der Saison empfingen unsere Neuseenland-Volleys Markkleeberg am 25.04.2026 den Tabellendritten VfL Oythe. Die Oytherinnen kamen als Tabellendritte natürlich als klarer Favorit und mit der Chance zu uns, sogar noch Vizemeister hinter den schon als Aufsteiger feststehenden Vilsbiburgerinnen werden zu können. Ihre letzte Niederlage gab es Ende Januar in Straubing. Seitdem wurden sieben Siege in Folge eingefahren, nur ein einziger Punkt wurde in Düsseldorf liegen gelassen. Aber unser Team hat beim Hinspiel einen Satz gewonnen und die drei verlorenen waren sehr knapp. Warum also nicht optimistisch sein?
Trainer Tim Reichenbach hatte die Zielstellung des Spiels klar auf dem Schirm: „Was zum sportlichen Teil des Abends zu sagen ist, habe ich diese Saison wohl schon ein-, zweimal gesagt: es ist alles drin! Im Hinspiel sind wir sehr überzeugend in Oythe aufgetreten und waren sogar kurz vor dem Tiebreak. Am Ende ließen wir damals drei Punkte auswärts liegen, doch hat nicht zuletzt das Spiel gegen Leverkusen gezeigt, dass wir als Team sehr wohl in der Lage sind, Hinrundenniederlagen im Rückspiel wettzumachen! Die Motivation ist auf jeden Fall groß, vor heimischem Publikum ein letztes Mal alles zu geben und sich gegen ein Top Team der Liga gut zu verkaufen. Dabei wird es vor allem darauf ankommen, Oythes Diagonalangreiferin unter Kontrolle zu kriegen und unsere Stärken im Aufschlag auch diesmal zu zeigen. Fast unabhängig vom Spielergebnis werden wir an dem Abend trotzdem auf eine durchaus spannende Saison mit zahlreichen tollen Partien zurück-blicken. Ja, das letzte Spiel gegen Waldgirmes steht noch aus, aber traditionellerweise wollen wir im letzten Heimspiel allen Fans und Unterstützern danken und müssen natürlich, wie jedes Jahr, auch die ein oder andere Spielerin verabschieden. Wir würden uns freuen, wenn ihr alle die Halle nochmal richtig vollmacht!“
Der Trainerwunsch nach der vollen Halle ging in Erfüllung, 295 Fans waren gekommen und gaben alles, um unser Team zu pushen. Doch auch aus Oythe war eine kleine, aber lautstarke Fangemeinde angereist. Und letztere war dann leider nach dem Spiel ein wenig glücklicher, aber dazu gleich.
Zunächst versammelten sich erstmal die Mädels und die zahlreichen Helfer am Spielfeldrand. Letzteren wurde von Grit Reichenbach für die Unterstützung in den 15 Heimspielen gedankt und aus den Händen der Spielerinnen erhielten die Helfer dann ein Helfershirt und ein Präsent. Die Ballmädels durften dann auch noch mit den Spielerinnen auflaufen, und dann ging’s auch schon los.
Die Oytherinnen gingen in Satz 1 von Beginn an in Führung, nur bei 2:2 gelang uns der Ausgleich. Ein paar Mal kamen unsere Mädels zwar noch auf ein oder zwei Punkte heran, doch insgesamt geriet der Oyther Satzgewinn mit 25:18 nicht in Gefahr.
In Satz 2 ging es erstmal munter hin und her bis zum 8:8. Dann folgte leider eine starke Phase von Oythe bis zum 14:9. Die Auszeit, die Trainer Tim Reichenbach nun nahm, zeigte aber Wirkung, denn unser Team kam bis auf zwei Punkte heran. Dann aber war „die Luft raus“ bei unseren Mädels und mit 17:25 ging auch dieser Satz leider verloren.
Nach dem „kulturellen Teil“ des Spieltages in der zweiten Satzpause, dem sehr schönen Auftritt einer Cheerdance Gruppe, gingen unsere Mädels mit Elan in den Satz 3. Doch der Satz nahm erstmal einen ähnlichen Verlauf wie Satz 2. Nach dem Ausgleich zum 6:6 kam jetzt aber die Zeit für unsere Emily, die eine Aufgabenserie bis zum 12:6 hinlegte. Diese komfortable Führung gaben unsere Mädels dann nicht mehr her und gewannen den Satz mit 25:21.
Dass der Gegner mit der starken Leistung in dem Satz schon irgendwie beeindruckt wurde, war zu spüren. Doch in Satz 4 war davon nicht mehr viel zu spüren, denn der wurde, so sehr wir uns dessen Gewinn auch gewünscht hatten, zu eine(r) klaren Angelegenheit für die Oytherinnen, die jetzt in fast allen Aktionen einfach besser waren und den Satz mit 25:11 und damit das Spiel leider mit 3:1 gewannen. Ein Spiel mit Höhen und Tiefen für unser wie immer engagiert kämpfendes Team, ansehenswert für die Fans und leider dem besseren Ende für die Gäste. Unsere silberne MVP wurde Bianka Werner. Glückwunsch dazu!
Auch wenn das Saisonziel Klassenerhalt an dem Abend noch nicht geschafft war, wurde nach dem Spiel mit den Unterstützern und Fans der Saisonabschluss gefeiert. Allerdings erst, nachdem drei Spielerinnen herzlich mit Dank und Applaus aus dem Team verabschiedet wurden - Hannah Buß, Lilly Roßberg, und Linda Tinius, und man sich zu einem beeindruckenden „Gruppenbild“ zusammengefunden hatte.
Bei Bratwurst und mancherlei Getränken wurde dann gemeinsam eine tolle Saison gefeiert und auch darüber gefachsimpelt, wie der Klassenerhalt endgültig klargemacht werden kann. Der war noch greifbar, denn letztlich hatte sich am Tabellenende nicht wirklich was getan, weil auch Dingolfing in Krailling ohne Punkt und der Abstand von fünf Punkten zwischen beiden Teams somit unverändert blieb. Zu teilweise später Stunde verabschiedete man sich in der frohen Hoffnung auf den Sonntagnachmittag, an dem Dingolfing zum Nachholespiel zu Hause Hörde empfing. Klar war, wenn die Hörderinnen zwei Sätze, d.h. einen Punkt gewinnen, bescheren sie uns damit den Klassenerhalt, wenn nicht, fällt die Entscheidung am letzten Spieltag (in Waldgirmes).
Auf der Couch, im Fernsehsessel oder wo auch immer konnten die Neuseenland-Volleys Markkleeberg und ihre Unterstützer und Fans (nur) zuschauen, wie der TV Hörde ihnen kurz vor 16 Uhr den Klassenerhalt bescherte, indem er in Dingolfing die Sätze 1 und 2 gewann. Jubel allenthalben vor sicher vielen TV’s, Laptops oder Mobiles, Glückwunsch dem Team, dem Trainerteam und allen, die mitgeholfen haben, zum vorzeitigen Erreichen des Saisonzieles! Das beschert uns nun die Freude, auch ab September wieder hochklassigen Volleyball in der Neuseenlandhalle erleben zu können und den Markkleeberger Volleyballsport und seine breite Unterstützung weiter im ganzen Land bekannt zu machen. Doch es bringt auch die Verpflichtung mit sich, weiter größtenteils ehrenamtlich die Bedingungen dafür zu schaffen, wozu jede Art der Unterstützung willkommen ist.
Dass Dingolfing das Spiel dann noch mit 3:2 gewonnen hat, spielt glücklicherweise keine Rolle mehr. Auch wenn es im letzten Spiel noch aus eigener Kraft zu schaffen gewesen wäre – so ist es natürlich auch gut. Das noch ausstehende letzte Spiel der Saison 2025/26 in Waldgirmes kann nun von unseren Mädels zum „lockeren Austrudeln“ aus der anstrengenden Zeit genutzt werden. Gegen den TV 05 Waldgirmes haben wir inzwischen schon so manches Spiel in der 2. Liga Süd, der Sparda 2. Liga und im Pokal bestritten. In dieser Saison wird es am 02.05.2026 das dritte sein. Während das Pokalspiel um den Einzug ins Achtelfinale auswärts im Oktober 2025 nach gewonnenem 1. Satz doch noch relativ deutlich mit 1:3 verloren ging, wurde das Liga-Heimspiel zu Jahresbeginn 2026 mit 3:2 gewonnen. Damals war und aktuell ist Waldgirmes Achter der Liga und insoweit schon der Favorit in diesem Spiel. Aber vielleicht gelingt es ja ohne den Stress, Punkte holen zu müssen, noch den einen oder anderen Punkt auf’s Konto zu holen. Die im Bus mitreisenden Fans werden das Team diesbezüglich schon antreiben, glaube ich.
Es gibt aber noch mehr Berichtenswertes zum letzten Heimspieltag. Dazu gehört, dass mit der enviaM-Gruppe ein neuer Sponsor vorgestellt wurde. Bei envia M heißt es dazu u.a.: „Starke Partnerschaften entstehen dort, wo Leidenschaft, Teamgeist & regionale Verbundenheit aufeinandertreffen. Umso mehr freuen wir uns, ab der Saison 2026/27 als neuer Sponsor an der Seite der Neuseenland Volleys zu stehen! Mit der auf drei Saisons angelegten Partnerschaft möchten wir den Verein langfristig unterstützen, Perspektiven schaffen und gemeinsam den Volleyballsport in der Region weiter stärken – vom Profibereich bis zur wichtigen Nachwuchsarbeit. Die Neuseenland Volleys stehen für Einsatz, Zusammenhalt und ehrgeizigen Sport auf hohem Niveau – Werte, die auch uns als regionalem Energieversorger besonders wichtig sind. Umso schöner, diesen Weg künftig gemeinsam zu gehen. Ein erster besonderer Moment dieser neuen Partnerschaft war am Wochenende das letzte Heimspiel der Saison: Unser Vorstand Wolfgang war live vor Ort und hat die offizielle Vertragsübergabe begleitet. Und was für ein Abend das war! Eine volle Halle, großartige Stimmung auf den Rängen und ein Team, das bis zum letzten Ball leidenschaftlich gekämpft hat. Wir wünschen viel Erfolg für das letzte Auswärtsspiel und freuen uns schon jetzt auf eine spannende gemeinsame Saison ab Herbst!“
Dazu gehört auch, dass im Spieltagsflyer mit der S&P Gruppe ein schon aktiver Sponsor vorgestellt wurde, dessen Chef Dr. Reuschel auch in der Halle war, obwohl kurzfristig mit „Enkeldienst“ betraut. Danke für die Unterstützung!
Und dazu soll, etwas unbescheiden vielleicht, auch gehören, dass ich als Teil des Staffs im Flyer Erwähnung fand und mir nach dem Spiel NVM-Präsident Andreas Rauschenbach mit freundlichen Worten und meinem Lieblingsgetränk für meine Bemühungen um den Förderkreis und meine Berichterstattungen (Unterstützerinfo, Markkleeberger Stadtjournal in print und online und VBL-Homepage) gedankt hat. Ich habe mich darüber sehr gefreut und möchte betonen, dass ich das gern mache und gern auch weiter machen werde, solange ich es vernünftig leisten kann. Dazu hier meine Bitte : wer Hinweise, Anregungen oder Wünsche zu meiner Berichterstattung hat – bitte unbedingt bei mir melden.
Auch wenn noch ein Spieltag aussteht, will ich schon mal einen ersten Blick voraus auf die Saison 2026/27 werfen: Dingolfing, Hörde und Berlin werden wir erstmal nicht wiedersehen, dafür aber die schon feststehenden Meister der beiden 2. Bundesligen, wenn sie ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen, wonach es aussieht. Das sind im Norden der SCU Emlichheim und im Süden der uns gut bekannte SV Lohhof. Emlichheim ist leider kein „Wunschspielort“ für uns, da kurz vor der holländischen Grenze gelegen (ca. 520 Autokilometer). Aber auch Lohhof wäre ja nicht gerade vor der Haustür, doch Reisen nach Bayern sind ja inzwischen schon „Gewohnheitssache“ geworden.
Zu dem Blick voraus passt natürlich die nächste Vertragsverlängerung, zu der Sandra Peter sagt: „Emily Languth kam ins Team, um in die recht junge Mannschaft Stabilität, Erfahrung und Ruhe zu bringen. Diese Erwartung hat sie nicht nur erfüllt, sondern sich auch während der Saison enorm gesteigert. Mit dem nötigen Selbstverständnis und Ihrer Abgeklärtheit hat sie gemeinsam mit Franzi in vielen Spielen für eine stabile Leistung auf Annahme außen gesorgt und wurde nicht unverdient mehrfach mit der MVP-Medaille ausgezeichnet. Dass Emy auch in der kommenden Saison an Bord bleibt, ist ein wichtiger Baustein für das Team!"
Nicht direkt mit dem Spieltag zu tun hatte, aber dennoch sehr berichtenswert für mich ist, dass ich in einem Pressegespräch im Kanupark am 25.04.2026, u.a. mit unserem Sportminister Armin Schuster und Karsten Schütze, konnte ich miterleben, wie die Mitbewerbung unserer Stadt unter dem Slogan „Markkleeberg bewegt“ mit engagierten Worten nochmal vorgestellt und der Stand der Bewerbungsaktivitäten innerhalb der Konzeption „Berlin+“ aufgezeigt wurde. Ein (juristisch notwendiger) Grundsatzbeschluss über die Mitbewerbung wurde vom Markkleeberger Stadtrat am 28.04.2026 einstimmig. Mein „Ja“ stand lange fest (auch wenn ich die Spiele, wo auch immer sie dann stattfinden werden, möglicherweise nicht mehr erleben werde), denn wir bereiten so den Boden für die Entwicklung der zukünftigen Olympioniken, und das ist es allemal wert. Die Frist zur Einreichung der „vertieften Bewerbungskonzepte“ beim DOSB endet am 04.06.2026, aber die Entscheidung über den deutschen Olympiabewerber fällt der DOSB erst in seiner außerordentlichen Mitgliederversammlung am 26.09.2026. Bis dahin ist also noch Zeit, die „Bewerbungstrommeln“ ertönen zu lassen, wir alle sind aufgerufen, da mitzuhelfen, auch weil die Gewinnerregion sicher Mittel erhalten wird, die sie in ihre sportliche Infrastruktur und mancherlei mehr investieren kann. Brauchen könn(t)en wir die gut, auch aber nicht nur in der Kanusportanlage.
Abschließend noch Glückwunsch an Jeppe Reinsch und „seine“ 3. Männer, die am Samstag mit einem klaren 3:0-Sieg beim SV Reudnitz III Meister der Bezirksliga geworden sind. Das ist eins der Zeichen dafür, dass Volleyball in unserer Stadt viele Facetten vom Nachwuchs- bis zum Spitzensport hat, was ganz bestimmt nicht nur für mich eine große Freude ist.